Zellen mit Hyperlinks erkennen und hervorheben

Excel wird für alle erdenklichen Auswertungen und Datenabgleiche verwendet. In diesem Beitrag stelle ich Dir zwei Möglichkeiten vor, um einen Zelleninhalt auf Hyperlinks zu prüfen.

In vorherigen Veröffentlichungen haben wir mit Formeln wie =ZELLE() oder über Wege mit =ZELLE.ZUORDNEN() Inhalte von Zellen interpretiert. Etwas ähnliches wurde mit bedingten Formatierungen aufgezeigt (z.B. zur Einfärbung einer Zeile, basierend auf deren Inhalte).

Ein Hyperlink kann auf zwei Arten in einer Excel-Tabelle hinterlegt werden: Via der Formel =HYPERLINK() oder durch Eingabe einer Websiten-URL. Den ersten Fall könnte mit der Formel "=ISTFORMEL()" überprüft werden und würde "WAHR" retournieren. Das könnte je nach Datengrundlage für den Auswertungszweck bereits ausreichen. Falls es sich jedoch um einen einfachen Eintrag handelt oder die Datei andere Formeln und Angaben beinhaltet, reicht dieser Ansatz nicht aus. Zur Orientierung habe ich hier eine kleine Beispieltabelle mit unterschiedlichen Fällen:

ZellenMitHyperlinks

Die Spalte A beinhaltet diverse Varianten:

  • Reguläre Texte (Titel), Zellen A2, A5 und A8;
  • Links auf Websiten (ohne Formel "HYPERLINK"!), Zellen A3, A6 und A9;
  • Mittels Formel "=HYPERLINK()" hinterlegter Link, Zelle A4;
  • fälschlicherweise als Link formatierter Text, Zelle A7.

Auslesen von Hyperlinks via Makro (VBA)

Um die eingetragenen Hyperlinks zu identifizieren, benötigen wir Makrounterstützung. In einer For-Each-Schleife gehen wir durch jede Zelle durch; ohne die Tabelle dynamisch (d.h. bei mehr oder weniger Zeileninhalten direkt zu reagieren), setzen wir:

For i = 2 To 9
[Weiterer Code folgt sogleich...]
Next

Damit durchläuft unsere Prozedur die Zeilen 2 bis 9. Innerhalb der For-Each-Schleife prüfen wir, ob (und wie viele) Hyperlinks die aktuelle Zelle der Spalte A (Spalten-Nummer 1) beinhaltet. Dazu verwenden wir:

For i = 2 To 9

If Cells(i, 1).Hyperlinks.Count = 1 Then
Cells(i, 3) = "LINK!"
End If

Next

Sollte also ein Hyperlink in der entsprechenden Zelle eingetragen worden sein, trägt das Makro in Spalte C den Hinweis "LINK!" ein. Der "Count" müsste im Falle eines Links immer 1 ergeben, weshalb die If-Prüfung das gewünschte Resultat liefert. Ich kann mir keinen Fall vorstellen, bei dem mehrere Hyperlinks in der Zelle enthalten sein sollten; ansonsten wäre die Prüfung "[...].Hyperlinks.Count >= 1 Then" sicherer.

Cheat-Sheet zu Uhrzeit und Datum (angelehnt an UiPath/RPA)

Mit Datumsangaben sowie Uhrzeiten haben wir immer wieder zu arbeiten (und zu kämpfen). Ich möchte eine umfassende Zusammenstellung aus dem UiPath Forum von Palaniyappan P. mit Euch teilen, die als "Cheat-Sheet" dienen kann. Die grundlegenden Gedanken und Formatierungen können auch bei der klassischen Excel-Zellenformatierung zur Anwendung kommen. Achte darauf auf Deine Spracheinstellungen (z.B. "t" anstelle von "d"). Als einfacher Einstieg kann Dir auch dieser Post hier auf Excelblog helfen: Dynamische Titel (Formel TEXT)

In Palaniyappan's Beitrag findest Du mehr als 20 Lösungen zu häufig gestellten Fragen rund um Uhrzeiten und Datumswerte. Dies ist seine umfassende Zusammenstellung: forum.uipath.com/t/all-about-datetime-uipath/

Konfigurationsdatei in Excel (Config)

In einem älteren Beitrag habe ich einst aufgeführt, dass ein Blatt "Parameter" zum professionellen Präsentieren von Excel-Tabellen und -Reports hilfreich ist (siehe diesen Blogeintrag). Wichtige Angaben oder Inhalte von Drop-Down-Listen werden als Einträge auf einem (ausgeblendeten) Tabellenblatt hinterlegt. Eine Konfigurationsdatei (Config) ist dem sehr ähnlich, die hier vorgestellten Ansätze könntest Du durchaus auch in einem "Parameter"-Sheet hinterlegen.

Eine Konfigurationsdatei dient dazu, an einem zentralen Ort bestimmte Einstellungen vorzunehmen, es ist aus Wartungssicht deshalb deutlich komfortabler, als Anpassungen in diversen Formeln, Tabellenblättern oder VBA-Codezeilen vorzunehmen. Insbesondere bei grösseren Dateien oder Skripten ist es je länger je unübersichtlicher, eine Config-Datei ist dort empfohlen. Man bindet also möglichst viele übergreifenden Angaben, die allenfalls ändern könnten (manuell geändert werden müssen) in eine Konfig-Datei ein. Ein weitergehendes Beispiel könnten Dateipfade sein - respektive dynamische Pfade und Ordnerverzeichnisse. Stelle Dir vor, Du teilst Deine Datei mit einigen Arbeitskollegen. Je nach dem, wenn Ihr das File lokal öffnet, befindet sich die Datei jedoch in einem anderen Verzeichnis. Wenn man neben dem aktuellen File auch eine zweite Datei im Stammverzeichnis ansprechen möchte (z.B. eine Input- oder Vormonats-Datei), dann führen starre Pfade zu Fehlern. Im Beitrag "Dateipfad mit einer Formel darstellen" sind die Grundlagen aufgeführt, wie ein dynamischer Pfad hinterlegt werden kann.

Hier führe ich Dir eine Beispieldatei auf, die ein Blatt "Config" enthält:

Config- Konfigurations-Datei.xlsx

Es werden Variablen definiert, die allerdings im Rahmen dieses Blogs nicht weiter verwendet werden. Du könntest diese entsprechend einem Diktionär (Variable des Typs "Dictionary") einlesen - insbesondere im VBA-Kontext. Du kannst aber auch selber simplere Definitionen mit Zellbezügen anstellen. Relevant für den Excel-Teil an und für sich ist der Inhalt in der Spalte B: Dort sind unterschiedliche Varianten der Datei oder des Stammverzeichnisses (Root Path) direkt ausgelesen. Je nach dem, wo die Datei abgespeichert ist, sind andere Werte (und dort relevante Gegebenheiten) eingetragen.