=COPILOT() Funktion in Excel

Soeben hat Microsoft die neue COPILOT Funktion in Excel vorgestellt. Somit kann künstliche Intelligenz (KI) direkt in Excel-Formeln eingebettet werden. Dies hilft sowohl zur Datenbearbeitung aber auch für Interpretationen. Nachfolgend sind einzelne Illustrationen von Microsofts offiziellem Microsoft 365 Insider Blog "Bring AI to your formulas with the COPILOT function in Excel" aufgeführt.

Einsatz der neuen COPILOT-Funktion

Da es sich um eine Formel handelt, wird sich auch der Output beim Anpassen von angebundenen Zellen direkt ändern. Ein offizielles Beispiel von Microsoft ist die Anzeige von Flughafen-Kürzel in einem spezifischen Land. Zunächst werden die wichtigsten Flughäfen in den USA angezeigt; danach wird auf Australien gewechselt:

Die Funktion lässt sich auch in bestehende Excel-Formeln eingliedern; so können die Ergebnisse anders dargestellt, zusammengefasst, oder weitere mathematische Formeln oder Logiken dazu gebracht werden.

COPILOT Function Microsoft Excel Airport Codes Grid

Bestandteile und Syntax der Funktion

Die COPILOT Funktionssyntax besteht aus zwei Teilen: Dem Prompt und dem Kontext (welcher optional ist). Der "Prompt" beschreibt die Aufgabe oder Frage an das KI-Modell - analog einer Frage beispielsweise bei ChatGPT. Der Kontext kann ein Bezug auf einen Excel-Bereich sein, wo entsprechende Daten eingetragen sind (wie im obigen Beispiel das Land, von welchem man die Flughäfen abfragen will).

Nachfolgend ist ein weiteres offizielles Beispiel von Microsoft zur simplen Interpretation (respektive "Sentiment Analysis") von Kaffee-/Kaffeemaschinen-Bewertungen. Der Prompt "Classify this feedback" und der Kontext "D4:D18" zusammen lassen je Zeile eine entsprechende Einordnung (positive oder negative Rückmeldung) zu.

Diese Funktion eröffnet unbegrenzte Möglichkeiten. Nicht ausser Acht zu lassen sind jedoch Datenschutz-Themen. Falls Du diese Funktion im Geschäftsalltag nutzen möchtest, kläre ab, wo das KI-Modell bereitgestellt wird und wie Deine Organisation die Nutzung geregelt hat (sofern die Funktion überhaupt zugänglich ist). Auch für den privaten Gebrauch sollte man sich überlegen, welche (sensitiven) Daten man bearbeiten möchte - oder ob man für einzelne Fälle auch mit generischen Testdaten arbeiten kann. Natürlich kann so das Potenzial nicht vollends ausgeschöpft werden, wie beispielsweise im Kaffee-/Kaffeemaschinen-Bewertungsbeispiel oben; man möchte hier ja möglichst reale Daten anbinden und bewerten lassen.

 

Wann wird die Funktion verfügbar sein? Bereits jetzt, via "Beta Channel" für Benutzer mit einer Microsoft 365 Copilot Lizenz.

  • Windows: Version 2509 (Build 19212.20000) or later.
  • Mac: Version 16.101 (Build 25081334) or later.

Microsoft Office Fakten

Im Jahr 2014 feierte Microsoft Office seinen 25. Geburtstag. Julia Vetter von Microsoft hat im Juli 2014 eine Liste mit 25 Office-Fakten zusammengestellt. Ich möchte Dir hier gerne einige davon aufführen, da sie im Nachhinein betrachtet wirklich äusserst interessant sind!

  • Als Bill Gates am Morgen des 1. August 1989 die Augen öffnete, geschah etwas Wundervolles, das die Welt verändern sollte: Mit Word 4.0, Excel 2.2, PowerPoint 2.01 und Mail 1.37 ging die allererste Office-Suite, "The Microsoft Office", auf dem Mac an den Start.
  • Noch zuvor - im Jahr 1987 - kauft Microsoft für 14 Millionen US-Dollar die Firma Fourethought Inc. Der Grund: PowerPoint war geboren und wurde aus der bestehenden Software "Presenter" entwickelt.
  • Unter dem Codename "EP" wurde Multiplan entwickelt, der Vorgänger von Microsoft Excel. "EP" stand übrigens für "Electronic Paper".
  • Es war blutjung und hatte zunächst keine Freunde auf der Welt: 1992 kommt mit Microsoft Mail das erste E-Mail-Programm auf den Markt – der Uropa von Outlook.
  • Mit Office 3.0, später auch Office 1992 genannt, kommen erste Drag & Drop-Funktionen sowie Toolbars.
  • Gemeinsam mit Microsoft & den Office-Entwicklern wurde 1994 die Timex Datalink als erste Uhr eingeführt, die Informationen von einem Computer downloaden konnte – wasserfest und als Smartwatch eine echte Alternative zu etablierten PDAs (Personal Digital Assistant).
  • 1995 etabliert Microsoft die Fehlerkorrektur in Word.
  • Clippy, die "Büroklammer", erblickt 1996 als stets hilfsbereiter Assistent das Licht der Welt.
  • Mit dem SharePoint Server 2001 wird erstmals kollaboratives Arbeiten möglich.
  • Office 2003 gehört bis heute zu den beliebtesten Bürosoftware-Paketen aller Zeiten.
  • Der Office-Virus "Melissa" richtet 80 Millionen US-Dollar Schaden an. Er verbreitet sich via E-Mail und Diskette.
  • 2003 ergänzen InfoPath, OneNote und Microsoft Picture Manager die Office-Suite.
  • In 2007 lassen sich erstmals PDF-Dateien aus der Office-Suite heraus ergänzen (drucken).
  • Mit Office 2007 wird ein Paradigmenwechsel eingeleitet: Microsoft verabschiedet sich von den klassischen Menüleisten; die Ribbon-Bar erleichtert die Bedienung in Word, Excel und PowerPoint.
  • Office ebnet den Weg in die Cloud und macht 2010 mit den Office Web Apps (heute Office Online) Arbeiten von unterwegs möglich.
  • Nur Word und Excel? Weit gefehlt. Was die Entwickler machten, war brillant. Mit Flugsimulatoren, Magic Eight Ball, dem Rennspiel Dev Hunter oder Pinball verewigten sich die Office-Macher mit kleinen Spielen in den Microsoft-Programmen, die teilweise nur durch obskure Tastenkombinationen zu finden sind.
  • 2012 kauft Microsoft mit Yammer ein "privates Social Network" für Unternehmen. (Ursprünglich sollte Yammer Workfeed, Chatter oder Huddle heißen. Am Ende setzte sich der Name Yammer durch – u.a. weil der Name nicht mehr aus dem Kopf ging und die entsprechende Domain noch zu haben war.)
  • Office 365 ist neben der klassischen Desktop-Variante ein stark vernetztes Büropaket in der Cloud und steht seit 2010 als Abonnenten-Modell von überall zur Verfügung.
  • 2014 wird OneNote endgültig zum Werkzeug für jede Inspiration und steht kostenfrei auf allen Plattformen und Endgeräten zur Verfügung.
  • Ebenfalls 2014 vertrauen zwei Drittel der Unternehmen im DAX auf die Microsoft Cloud. Dazu zählen Firmen wie adidas, Henkel oder BASF.
  • Mit frischen Ideen für die Arbeitswelt stellt Microsoft 2014 das "Manifest für ein neues Arbeiten" vor und fordert gleichzeitig eine Debatte zum Arbeitsplatz der Zukunft. Im Forschungsprojekt "Office 21" schrauben die Fraunhofer-Gesellschaft und Microsoft am Arbeitsplatz der Zukunft.

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